Mitten im Winter, wenn die Braunbären ihren Winterschlaf halten, werden ihre Jungen blind und nackt ohne Fell geboren. Sie sind so groß wie Streifenhörnchen und haben gerade mal die Kraft zu den Nippeln zu klettern, an denen sie die Milch finden. Die weibliche Milch ist reich an Kalorien und Fett, und während des Winters wachsen die Kleinen schnell. Wenn ihre Mutter im Frühjahr erwacht, sind die Kleinen stark genug ihr aus dem Bau zu folgen.
Aber sehen sie denn nicht, dass Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, imstande ist, ihresgleichen neu zu schaffen? Und Er hat für sie einen Termin bestimmt, an dem kein Zweifel ist. Aber die Sünder verwerfen alles, nur nicht den Unglauben.
(Quran, 17:99)
|
|
Die Kleine sind sehr aktiv und sobald sie mal draußen sind, sehr verwundbar. Über ein Jahr bleiben sie bei ihrer Mutter, die sie vor jeder Gefahr beschützt, während sie ihnen beibringt sich selber zu versorgen. Weil sie über einen bestimmten Zeitraum gestillt werden, wachsen sie schnell. Immer zu Spielen aufgelegt, klettern sie auf ihrer Mutter herum und kämpfen miteinander spielend. Wie andere Tiereltern auch, kann die Bärenmutter sehr wild gegenüber Eindringlingen werden, die ihren Kleinen was anhaben wollen. Drei Jahre lang sorgt die Bärenmutter für die Kleinen und beschützt sie ständig.
14
Und Er erschuf die Tiere für euch. Sie liefern euch Wärme und anderen Nutzen, und ihrer nährt euch von ihnen.
(Quran, 16:5) |
Seht, am Vieh habt ihr wahrlich eine Lehre. Wir geben euch von dem zu trinken, was zwischen Kot und Blut in ihren Leibern ist, reine Milch, köstlich zum Trinken.
(Quran, 16:66) |
In der Gegend, in der Seelöwen leben, erreichen die Temperaturen selten -5° C (23° F). Aber die Seelöwen mögen die Kälte, denn ihr Fell und ihr Körperfett hält sie warm. Seelöwen leben in großen Herden zusammen, wie kann also eine Seelöwenmutter ihren Nachwuchs in dieser Menge erkennen? Wie bei vielen anderen Tieren auch riecht sie nach der Geburt am Baby und liebkost es. Somit erlernt sie dessen Geruch und sie verwechselt es nicht mit anderen Babys.
Seelöwenbabys sind absolute hilflos und nicht in der Lage sich selber zu schützen, jedoch geben ihre Mütter ihnen alles, was sie brauchen. Sie werden mit einer Babyfettschicht geboren, die ihren winzigen Körper schützt und sie warm hält. Der Nachwuchs einiger weniger Säugetiere wächst so schnell wie Seelöwenbabys es tun. Innerhalb von drei Wochen steigert sich ihr Gewicht um das drei- bis vierfache. Denn die Milch der Seelöwen ist zwölf Mal so fett wie Kuhmilch, mit vier Mal mehr Proteinen. Diese lassen die Babys schnell wachsen, und einiges der fetten Muttermilch wird sofort zu einer schützenden Fettschicht auf ihrem Körper umgewandelt.
15
Und wie viele Tiere gibt es, die nichts zu ihrer Versorgung beitragen! Gott versorgt sie und euch. Und Er ist der Hörende, der Wissende. (Quran, 29:60)
Unter der Haut des Polarbär liegt eine Fettschicht von 11 Zentimeter (4.3 Inches), die als Isolierung dient. Sie lässt ihn bis zu 100 Kilometer (62 Meilen) im eisigen Wasser bei einer Geschwindigkeit von 10 Km/H (6.2 mph) schwimmen. Polarbären besitzen außerdem noch einen sehr guten Geruchssinn; sie riechen Kadaver – einen toten Wal zum Beispiel – über 32 Kilometer weg, und können Seelöwenbauten unter dem Schnee erschnüffeln.
16
Polarbärbabys werden normalerweise mitten im Winter geboren, sehr klein, ohne Fell und blind. Sie brauchen einen Bau zum leben, um den Winter mit unter Null Grad Temperaturen zu überleben. Die Polarbärenmutter gräbt einen Bau aber nur wenn sie schwanger ist oder Babys hat. Unter Schneedünen gräbt sie ihren Bau – runde Löcher mit einem Durchmesser von einem halben Meter (1.6 Füßen), den sie durch einen zwei Meter (6.5 Füße)langen Tunnel erreicht.
Normalerweise graben Polarbären mehr als nur einen Raum in ihren Bau, und errichten diesen auf einer höheren Ebene als den Baueingang. Dadurch wird die warme Luft, die nach oben steigt, gehindert durch den Eingang zu entweichen – denn am Eingang des Baus lässt der Bär stets einen Kanal offen, durch den frischen Luft reinkommen kann.
17 Eine Polarbärmutter errichtet das Dach ihrer Behausung zwischen 75 Zentimeter (2.5 Füße) und 2 Meter (6.6 Füße) dick. Durch diese spezielle Konstruktion bleibt die Wärme drinnen.
18